Zug der Erinnerung

Januar 2008

Unter großer  Anteilnahme der Öffentlichkeit und der Medien kam der „Zug der Erinnerung“ am  16. Januar 2008 in Halle (Saale) Hbf. an. Die SchülerInnen der Salzmann-Schule trugen die regionalen Ausstellungstafeln in den „Zug der Erinnerung“. Mit der symbolischen Geste des örtlichen Bezuges wurde die Ausstellung in Halle/S. eröffnet.
Insgesamt wurde der Zug innerhalb der 4 Tage Aufenthalt in Halle (inklusive einem Tag in Bernburg) von über 8 000 Menschen besucht.

 

Bundesweit gibt es seit vielen Jahren Initiativen, die sich der Aufarbeitung der NS Geschichte, dem Gedenken der in dieser Zeit Deportierten und der Mitschuld der damaligen Beteiligten bzw. Verantwortlichen (insbesondere der Deutschen Reichsbahn) sowie den Auswirkungen/Folgen in heutiger Zeit beschäftigen.

Daraus entstand das Projekt  „Zug der Erinnerung“.

Vorausgegangen war die intensive Beschäftigung mit dem Thema.

  • Fahrt zur Gedenkstätte für die Opfer der "Euthanasie" und der "Sonderbehandlung 14 f 13" Bernburg
  • Projekttage zur Spurensuche: Juden in Halle/Holocaust
  • Zeitzeugengespräch mit Edgar Hilsenrath (Lesung und Biografisches aus seinem Leben) Aula Herdergymnasium
  • Vortrag durch Herrn Winkelmann (Verfasser des „Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle“)
  • Beschäftigung mit dem Familienstammbaum des letzten Überlebenden der damaligen Juden in Halle ( Familie Schwaab)



Der „Zug der Erinnerung“ besteht aus mehreren historischen Waggons, in denen die Geschichte der europäischen Deportationen, während der NS Zeit veranschaulicht wird. Beispielhafte Fotos, Dokumente und die Schicksale insbesondere der deportierten Kinder sowie Video- und Filmsequenzen von Überlebenden verdeutlichen die damaligen Verbrechen.

Die ungewöhnliche Darstellungsform einer historischen Dampflok und der einfache Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der auf den Schienen, dem früheren wie heutigen Handlungsort, hergestellt werden kann, machen die Präsentation insbesondere für Jugendliche fassbar.

Schwerpunkt der Ausstellung in den historischen Waggons ist das Deportationsgeschehen in Deutschland: die Zustellung der Deportationsbescheide, das Herrichten und Verlassen der Wohnungen, der Weg zu den Sammellagern und von dort am helllichten Tag durch die Dörfer und Städte zu den wartenden Zügen.

  Im letzten Wagon wurden die Ergebnisse der regionalen Spurensuche präsentiert.

In Halle/S. waren dies Tafeln welche SchülerInnen der Salzmannschule gestalteten. Dargestellt wurden die Schicksale aus Halle deportierter Jugendlicher mit ihren biografischen Daten, eine Tafeln zur Erinnerung an die jüngsten aus Halle deportierten Kinder  (die Daten wurden durch unsere Schüler aufbereitet und von Herrn V. Winkelmann zur Verfügung gestellt: www.gedenkbuch.halle.de).

 

Glückwunsch der Oberbürgermeisterin Halle